Erlebnisbericht von Nele Bruns aus Uganda - update Juni 2018

nbruns vorstellung Hallo. Mein Name ist Nele Bruns und im letzten Jahr war ich für ca. 1,5 Monate zu Gast bei Pater Joseph Musana in Fort Portal (Uganda). Hier wollte ich für einige Zeit eine Art „Praktikum“ bei der Caritas machen, deren Vorsitzender Pater Joseph ist. Neuer Bericht: Die Projekte der Caritas in Fort Portal



Die Idee für die Entscheidung des Praktikums in Uganda lag in meiner Mitgliedschaft bei den Pfadfindern in Haren. Durch die Spenden, die wir, ebenso wie die Kirchengemeinschaft ETWAH, für die schulische Ausbildung von Schülerinnen und Schüler in Fort Portal sammeln, bin ich auf die Caritas in Fort Portal aufmerksam geworden. Mein Wunsch war es also, einen genaueren Einblick in die einzelnen Bereiche der Caritas zu gewinnen.
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Ankunft in Fort Portal vor dem Haus von Pastor Joseph Musana
Über diese Einblicke und andere Eindrücke über das Land Uganda, das Leben und die Leute möchte ich im Folgenden gern berichten.
Beginnen möchte ich mit meiner Ankunft und der Landschaft Ugandas. Nach einem 2,5 wöchigen Aufenthalt in Kenia bin ich Anfang Oktober 2016 mit dem Flugzeug in Kampala, der Hauptstadt von Uganda, gelandet. Hier wurde ich von Pater Joseph abgeholt und gemeinsam sind wir mit dem Auto nach Fort Portal gefahren.
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Bereits auf dieser Fahrt war ich beeindruckt von der wunderschönen grünen Landschaft, die mir deutlich machte, warum Winston Churchill das Land einst als „the pearl of Africa“ bezeichnete.
Als ich mit einigen Ugandern über diese Bezeichnung sprach wurde deutlich, dass sie auch heute noch sehr verbreitet ist und die Einwohner sehr stolz darüber sind. Da es schwierig ist, die Landschaft zu beschreiben, hier einige Bilder (diese sind im Laufe meiner Zeit in Uganda entstanden):  land02
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Nele Bruns mit Schülern aus Uganda, die von dem Projekt "Schulgeld für Uganda" gefördert wurden
Unterkünfte in Uganda - Januar 2018

Ich lebte in Fort Portal bei Pater Joseph Musana und drei weiteren Bewohnerinnen des Hauses. Ich hatte ein eigenes schönes Zimmer. Neben den Schlafräumen gab es in dem Haus einen Eingangsbereich, ein weiteres Gästezimmer, ein Bad, ein Wohn-/ und Esszimmer und eine Küche. In einem Hinterraum der Küche wurde teilweise auf offenem Feuer gekocht. Im Gästezimmer übernachteten manchmal Freunde von Joseph. Am Wochenende war hier jedoch auch oft der Freiwillige des Bistums Osnabrück, der in einem benachbarten Dorf als Lehrer arbeitete, zu Gast. In dem Wohn- und Esszimmer saßen wir häufig zusammen und spielten Gesellschaftsspiele oder sahen fernsehen.

In den Dörfern sind die Unterkünfte der Familien jedoch häufig kleiner, als das Haus, in dem ich gelebt habe. In diesen leben teilweise zwölfköpfige Familien auf engem Raum zusammen.
haus



Das Haus
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Der Wohn- und Essbereich
kueche





Die Küche
zimmer


Das Zimmer von Nele Bruns, die Betten sind durch Moskito Netze geschützt
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Häuser eines Dorfes,
außerhalb von Fort Portal
 
Schulen in Uganda - April 2018


schulen05Ein Wochenende habe ich bei Konstantin, dem Freiwilligendienstler des Bistums Osnabrück, verbracht. Dieser arbeitete an einer Schule in Kahunge, einem kleinen Dorf etwa eine Stunde Fahrtzeit von Fort Portal entfernt. Er unterrichtete dort die Fächer Englisch und „Computer“. Die Klassen waren nicht mit solchen hier in Deutschland zu vergleichen. Die Schülerinnen und Schüler wurden jahrgangsweise unterrichtet, sodass pro Klasse ca. 50-70 Kinder unterrichtet wurden. Erstaunlicherweise war es häufig dennoch ruhiger als gedacht. Unter dem Fach „Computer“ kann sich folgendes vorgestellt werden: In einem Klassenraum sitzen die Kinder auf dem Boden. Vorn befinden sich zwei PCs. Die SuS fahren nun nacheinander den Computer hoch und wieder herunter. Sie sollten so die Arbeit mit Computer kennenlernen. Damit dies effektiver stattfinden kann, wären jedoch weitere PCs notwendig. Der Sportunterricht war ein wenig chaotischer. Hier wurden mehrere Klassen zusammengelegt. Meist wurde Fußball gespielt. Die Schülerinnen und Schüler hatten alle sehr viel Spaß an dieser Aktivität. Es gefiel ihnen besonders, sich gegenseitig beim Torschießen zu beweisen.
An den weiterführenden Schulen konnte ich leider nicht am Unterricht teilnehmen. Dennoch habe ich die Schulen und insbesondere die Schülerinnen und Schüler, deren Schulgeld durch unseren Gemeindeverbund finanziert wird, besucht. An den Schulen wurden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, je nach Ausbildung, fachspezifisch unterrichtet. Sie zeigten sich alle sehr dankbar dafür, dass wir ihnen eine schulische Ausbildung und somit die Sicht auf einen Arbeitsplatz ermöglichen.


schulen01 Die Grundschule
 schulen02Sportunterricht
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Die Projekte der Caritas Fort Portal - Juni 2018
projekte03„An einigen Tagen bin ich mit Mitarbeitern der Caritas in die Projekte in die einzelnen Dörfer gefahren, die zum Teil sehr unterschiedlich waren.







projekte07In einem Projekt beispielsweise wurden die BewohnerInnen eines Dorfes für die Gleichberechtigung in der Arbeitsteilung sensibilisiert. Hier sollten sie zunächst aufschreiben, wer am Tag mehr Arbeit verrichtet. Allen TeilnehmerInnen fiel auf, dass die Frauen die meiste Arbeit am Tag zu erledigen hatten. Die Projektleiterin ermutigte daraufhin auch die Männer, sich an der Betreuung der Kinder und der Hausarbeit zu beteiligen.


projekte02In einem anderen Projekt wurden die BewohnerInnen eines Dorfes darüber aufgeklärt, wie sie gemeinsam am besten wirtschaften könnten. Es wurde ihnen auch erklärt, dass es wichtig sei, Ersparnisse anzusammeln und sie nicht direkt wieder auszugeben. So könnten größere Anschaffungen gemacht werden.










projekte01Darüber hinaus gab es ein Projekt, in dem verschiedene junge Menschen zu „Fachleuten“ bezüglich der Hygiene ausgebildet werden sollten. Hier wurde erläutert, wie wichtig es beispielsweise sei, sich regelmäßig die Hände zu waschen, damit die Ausbreitung von Krankheiten verhindert werden könnte.



Ein weiteres Projekt war der Bau eines Gebäudes, in dem während der Trockenperiode die Ernte gelagert werden kann. Für die BewohnerInnen des Dorfes war es zuvor schwierig, sich während der Trockenperiode zu ernähren, da sie während dieser Zeit nicht ernten konnten und es keine Möglichkeit gab, ihre vorherige Ernte angemessen zu lagern und zu schützen.
projekte04Die Einweihung dieses Gebäudes fand in einem sehr feierlichen Rahmen statt. Es wurde viel gesungen, getanzt und gegessen.“
 
 
 


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